Mein Name ist Daniela. Die meisten nennen mich aber Dani, mittlerweile höre ich aber auch schon mal auf „die Försterin“…  Ich bin leicht über 40 und ich habe darauf lange gewartet, denn mir hat mal jemand gesagt, wenn ich 40 sei, könne ich wieder mehr für mich tun, dann wären die Kinder aus dem Gröbsten raus…und irgendwie ist das tatsächlich so…Mittlerweile lebe ich seit über 15 Jahren in einem sehr kleinen Dorf mit ca.200 Einwohnern in der Lüneburger Heide und mein erster Gedanke war,  als ich hier vor ca. 17 Jahren das erste mal war:

„Hier möchte ich nicht tot über´m Zaun hängen“…Noch Fragen? 😉

Nun lebe ich hier, nachdem ich in Bremen, Berlin und Stuttgart gelebt habe mit meinen 3 zauberhaften, engelsgleichen Kindern (hahaha) im Alter von 16, 11 und 9…

Wie ich zum Nähen gekommen bin? Es fing damit an, dass einige Freundinnen von mir sich einmal im Monat zum gemeinsamen Nähen trafen, was ich total merkwürdig fand…Da packten also 3-4 Mädels ihre Nähmaschine(n) ins Auto, setzten sich an einen großen Tisch, quatschten und nähten für sich, für ihre Kinder und Männer…AHA! Das konnte ich ja überhaupt nicht nachvollziehen, vor allem waren da auch Freundinnen, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie sich für so ein Hobby interessieren…Nun ja, irgendwann war ich doch ein bisschen neidisch auf diese tollen Outfits und besuchte abends die ein oder andere Nähsüchtige und liess mir zeigen und erklären, wie man ein schickes Oberteil zauberte.  Mit dem Shirt Usedom fing es an…Schnell merkte ich aber, dass eine Overlock gerade zum Kleidungnähen viel besser war, und ich bot mich bei jeder Gelegenheit an, auf die Ovis meiner Freundinnen „aufzupassen“, wenn sie im Urlaub waren 😉 Zu meinem 40. Geburtstag wünschte ich mir Geld und kaufte mir tatsächlich eine Overlock und eine normale Nähmaschine, richtete mir unter dem Dach ein Nähzimmer ein, denn bis dato war es das Spielzimmer der Kinder, aber die nutzten es kaum noch und legte los…Normalerweise fängt man ja damit an Utensilos zu nähen oder Kissen, aber ich wollte mir gleich Klamotten nähen. Meistens nähe ich Kleidungsstücke, die schnell zu nähen sind – da bin ich echt ungeduldig (im normalen Alltag bin ich viel geduldiger).

Mittlerweile nähe ich auch mehr Kleidung, die mich herausfordert. Anfangs war es toll immer schnell ein fertiges Kleidungsstück in den Händen zu halten, aber irgendwann war mein Kleiderschrank so voll, dass ich dachte, dass kann es ja auch nicht sein – Leben im Überfluss…

Und so nahm ich mir vor 1. zu überlegen, ob ich einen Stoff oder einen Schnitt unbedingt bräuchte und 2. ob ich nicht lieber etwas nähe, dass mehr Zeit benötigt und mehr meinen Kopf anstrengt. Mittlerweile nähe ich tatsächlich lieber kompliziertere Sachen, wobei das meist gar nicht so kompliziert ist wie es aussieht. Wenn die Anleitung und der Schnitt gut sind, und man alles beachtet, passt auch alles zusammen…und wenn mal was nicht so passt, gibt es ja den Nahttrenner oder man lässt seine Kreativität freien Lauf…